jueves, 31 de julio de 2008

der zweite letzte eintrag

für alle unermüdlichen, die immer noch nicht genug geschichten von unterwegs gehört haben!

obwohl wir eigentlich gar nicht mehr so unterwegs sind, zumindest nicht auf dem rad durch spanien und frankreich. statt dessen sind wir wieder unterwegs im dem was viele als alltag bezeichnen, schmieden pläne, verändern unser leben und so ab und zu erwischen wir uns bei einem nostalgischen "weißt du noch ... ?"

spätestens in einem jahr fehlen zu den ersten photos die ortsnamen und die erinnerung, warum gerade dieser moment oder jene kirche wichtig waren, ist unwiederbringlich verloren. auf jeden fall werden bis dahin und noch viel länger auf irgendwelchen festplatten viele, viele megabite daten lagern, die unsere tour dokumentieren. aber was bleibt am ende wirklich?

was bleibt ist eine menge stolz, auch wenn wir uns dem wetter gebeugt haben und nach der hälfte zurückgekehrt sind. was auch noch bleibt ist die erkenntnis, dass "der weg ist das ziel" ein sehr weiser spruch ist. warum sonst packt man morgens kiloweise ausrüstung in satteltaschen, nur um sie abends bisweilen sehr unstrukturiert und mit vielen konfusen momenten wieder auszupacken? warum sonst fährt man berge hoch, nur um sie kurze zeit später wieder runterzudüsen auf der jagd nach immer neuen geschwindigkeitsrekorden?
was noch? das gefühl, von einem abenteuer zurückgekehrt zu sein, drei wochen lang andere bedingungen, ganz andere belastungen als sonst und die gewissheit, das es klappt sich jeden tag einen neuen weg zu suchen.
und dann hat jeder seine "personal top events", aber die werden hier nicht verraten ;)

fazit: so eine tour klingt nach sehr viel, vor allem erstmal körperlicher anstrengung, es ist auch sehr viel, vor allem noch sehr viel mehr.
und allen, die noch zögern aufzubrechen, sei gesagt: macht es unbedingt!!!




miércoles, 30 de julio de 2008

Ich tus jetzt einfach...

Wie ihr vermutlich schon alle wisst sind wir wieder daheim. Nach exakt 3 Wochen und ziemlich genau 1500 km haben wir spontan den Entschluss gefasst sofort nach Deutschland zurückzukehren. Aber warum?

Wir hatten noch einen Großeinkauf für den Tag gemacht, da hat sich Anna über die Wettervorhersage der nächsten Tage informiert. Schon seit zwei Tagen wurde die Zeit zwischen den Schauern immer kürzer, der Wind kam immer mehr aus der Richtung in die wir fuhren und es war kalt geworden, sodass es schon länger keine Möglichkeit mehr gab etwas zu kochen, geschweige denn den Tag bei Wein auf einer Wiese liegend ausklingen zu lassen. Die Entspannungsmomente fielen kurzerhand weg.

Auf dem Parkplatz der Entscheidung

Die Wettervorhersage nun sagte eine weitere Verschlechterung des Wetter voraus, während wir im "Schatten" des Supermarktes ein windstilles, trockenes Plätzchen suchten. So kam es, dass wir ein neues Abendteuer angingen: Spontan in der französischen Urlaubszeit mit Fahrrädern und Gepäck über den Drehpunkt des französischen Zugverkehrs - Paris - nach Deutschland Reisen.

1 min nachdem es klar war: Zurück nach Deutschland

Der nächste Bahnhof stellte sich als Fake heraus, eine Touristenbahn, und so fuhren wir in das 20km entfernt gelegene Vernon, welches einen echten Anschluss ans Bahnnetz versprach.

Warten in Vernon

Der Fahrplan gab uns 4 Stunden Zeit zum Kaffee trinken, umziehen und uns zu sammeln, bevor es nach Paris ging. So konnte man über Geschehenes und die Zeit nach der Reise nachdenken, allerdings mit der Folge, dass es in Paris keinen Anschlusszug mehr gab. Zunächst aber mussten wir den Bahnhof wechseln. Ich kann nur sagen: Mit dem Rad durch Paris ist ein Erlebnis aber sicher keines für schwache Nerven.

Nachdem ca 15 Hotels uns entweder wegen der Räder nicht haben wollten oder ganz einfach voll belegt waren (Ferienzeit) habe zumindest ich mich mental auf eine kalte, regnerische Nacht auf Paris Straßen eingestellt, denn die Bahnhöfe schließen um 1 Uhr nachts. Getrieben von der Not machte sich Stani auf die Suche, und wer ihn kennt der weiß, dass wenn Stani suchet er findet. In diesem Falle eine nahegelegene Jugenherberge die uns für 20€ pro Kopf in Zweierzimmern unterbrachte.

Der nächste Tag war geprägt von Warten, Umsteigen, Warten, Umsteigen, und vor allem Warten. Warten darauf, dass die anderen mit den Karten vor Abfahrt des Zuges auftauchen,Warten auf Züge, Warten auf die Ankunft im nächsten Bahnhof, Warten auf den Fahrstuhl, Warten auf die Leute die in der Schlange vor dem Fahrstuhl vor einem stehen, Warten auf Stani der (ausnahmsweise erfolglos) Jever sucht, Warten auf die Ankunft.

Fahrräder im Zug

Immerhin, morgens noch n Käffchen in Paris getrunken und abends zu Hause Leute überrascht. 200€, 6 Mal umsteigen, aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

Hiermit erhält dieser Blog seinen letzten Eintrag, es sei denn jemand möchte noch etwas mittteilen oooder...

man weiß ja nie...

Danke an alle, die uns unterstützt haben, und sei es nur durch einen Kommentar :)

lunes, 7 de julio de 2008

Die Hälfte

... haben wir mittlerweile hinter uns und es ist Routine ins Aufbauen, Packen, Fahren, Einkaufen gekommen. Was ich allerdings bemerkenswert finde ist, dass gar nicht so viel Zeit zum lesen, schreiben, Städte erkunden, Fotos machen und Kaffee trinken bleibt.
Danke Jens für deinen ausführlichen und schön geschrieben Beitrag.
Wir befinden uns zur Zeit in Chartres bei windig regnerischem Wetter und gönnen uns nach dem gestrigen zum Kilometerrekord ausgearteten Schontag einen halben Tag Pause für die Beine, die Knie und den Hintern. In der französichen Pampa einen Campingplatz zu finden hat sich als nicht so besonders einfach herausgestellt.

Das Wetter hat sich von sonnig mit Rückenwind zu regnerisch mit Seitenwind und Böhen geändert.
Nach einiger Zeit fern der Städte sind die Reaktionen auf grössere Ansammlungen von Stastbewohnern interessant. Bei Stani herrscht Unbehagen bis Fluchtreflex vor. Anna Radfahrstil wird waghalsig und ich fühle mich wie ein Fremdkörper.
Die Motivation es bis zum Ende durchzuziehen lässt allerdings aufgrund von Komfortverzicht, anstehenden Ereignissen und der Wettervorhersage nach. Trotzdem fqhren wir natürlich weiter und gucken wie es läuft.

So, die französiche Tastatur fängt an mir zu stinken und die Bilder sind alle hochgeladen...

Wir senden herzliche Grüsse nach Deutschland und in den Rest der Welt!

Zu eurem Glück hab ich es geschafft ein paar Bilder hochzuladen :)

leider nicht chronologisch...



Stani vor einer der vielen alten Kirchen die in den Dörfern stehen

Auf dem Weg an die Loire


Relaxen in Chinon an der Loire


Anna bewacht lieber die Räder ;)


Typischer Mittagspausenplatz


Dörfchen am Tag als Deutschland gegen Spanien verlor


So siehts hier fast überall aus

Verdientes Bier nach einem harten, bergigen Tag


Wiedergutmachung für die Strapazen

Die Decke voller Essen (wie immer)

Beim Anstossen auf die ersten 500 km nahe des Atlantik

Urlauberstani in Action


Wir haben Eindruck hinterlassen


Ham Ham


Und zuletzt: nach Sonnenuntergang am Meer

viernes, 4 de julio de 2008

Ein Beitrag von Jens

Vorbei. Da stehe ich im Zug von Royan nach Bordeaux mit einem zum Gepäckstück mutierten Fahrrad. Ein Teil des Bikes befindet sich zu der Zeit an Marc Renés Fahrrad in Richtung Oldenburg. Der mir verbliebene Teil ist von da an nur nutzloser Ballast auf dem Weg nach Leer.

Die Radtour von Pamplona nach Royan im Club der drei Helden auf dem Weg nach Oldenburg war ein Erlebnis, dass ich so schnell nicht vergessen werde. Besser ist vielleicht, wenn ich von vorne am Donnerstag, den 19. Juni beginne. Sachen packen, obligatorisch, das Fußballspiel unter deutscher Beteiligung ansehen und ab in die Heia. Freitag früh aufstehen, Flughafen Düsseldorf ansteuern, Fahrrad und Gepäck aufgeben, Verspätung des Fluges nach Madrid bemerken, Susan verabschieden, warten, endlich los, in Madrid auf den nächsten möglichen Anschlussflug warten, in Pamplona landen. Das ganze hat gefühlte 24 Stunden gedauert. Es war ca. halb neun am Abend.

Bei gefühlter Lufttemperatur von über 30° in Verbindung mit einem sehr trockenen Wind nehme ich von einem netten Mitarbeiter der Fluglinie mein Fahrrad in Empfang und beginne mit der Montage inklusive aller nötigen Tätigkeiten zur Aufrüstung. Irgendwo nehme ich drei Oldenburger Studenten auf dem Weg zum Flughafen war. Das Empfangskomitee war im Anmarsch. Jetzt kann es losgehen.

Ich lerne Anna kennen und es geht erstmal los zu der Stadt westlich von Pamplona, in der zur Zeit Jesus, ein Freund von Stani bei seinen Eltern lebt. Einer herzlichen Begrüßung durch Jesus und seine Eltern folgt ein kurzer Plausch bei einem Bier in der Wohnung. Dann geht es in die Stadt Pamplona zur Tour durch einige Bars. Lecker Bier, lecker Essen.

Nach einer kurzen Nacht in der zum Heerlager umgewandelten Wohnung von Jesus Eltern (Als Gegenleistung für diese Gastfreundschaft habe ich den Spaniern den Europameistertitel gewünscht. Ich bekenne mich schuldig) geht es am Samstagmorgen auf der entgegengesetzten Richtung den Jacobsweg entlang und die Berge hoch in Richtung Frankreich. Es war sehr heiß. Wasser war wichtig und die Versorgung damit in Spanien in Anbetracht der öffentlichen Wasserstellen und Brunnen kein Problem.

Die erste Etappe nach Espinal Auzperri war anstrengend und für den Auftakt genau das richtige. Ich habe diesen Tag und die folgenden Tage im Kreis von Anna, Stani und Marc René genossen. Sowohl die jeweilige Etappe oder den Ruhetag als auch den Abschluss solcher Tage mit Bier, Wein und abendlichem Menü, meistens vom Gaskocher aber auch am Grill. Morgens ging es mit der nötigen Ruhe und Umsicht an die Vorbereitung zur Weiterfahrt.

Wir fuhren nach Frankreich und über Hasparren, Plage des Casernes, Mimizan Plage, Cassy und Motalivet-les-Baines nach Royan. Es gab steile Aufstiege mit angepasster Geschwindigkeit und rasende Abfahrten nahe dem freien Fall. Es ging über tolle Radwege, kleine ruhige französische Straßen und manchmal auch über nervige, vielbefahren Autostraßen. Kiefernwälder waren nicht unbedingt eine Ausnahme- erscheinung. Das Wetter war meistens traumhaft. Wir waren in Bergdörfern und mehr oder weniger belebten Touristenorten am Strand. Hier will ich nicht dem offiziellen Tourbericht der der Helden aus Oldenburg vorgreifen.

Auf den Anfang meines Berichtes zurückkommend möchte ich nur eines feststellen. Am liebsten wäre ich mit Anna, Stani und Marc René in Richtung Norden weitergefahren. Viel Spaß weiterhin und bis zu den letzten Etappen.

Radtourist Jens

Ankunft Pamplona

Im Hintergrund die Berge (wartend)


Steigung


steigend

.......

Der höchste Pass

Nach dem Verlassen Spaniens

On the road

......

.......

Start in die Verpflegungspause

Auf dem Weg ans Meer

Wo lang?

Die letzte Düne

Am Atlantik

Ruhepausen sind ernst zu nehmen

..........


Die ersten 500km sind geschaft. Es folgt eine Irrfahrt.

Am Strand


Ruhetag


Der Experte


Touristenstadt


Mit der Fähre nach Royan